Informationen zum Schmallenberg-Virus

Erstmals wurde das “Schmallenberg-Virus” im Jahr 2011 auf einem Bauernhof im nordrhein-westfälischen “Schmallenberg” entdeckt. Es traten vermehrt Fälle fiebriger Erkrankungen bei Schafen und Kühen auf, die auf den Befall mit einem Virus hindeuteten. Nähere Untersuchungen zeigten dann, dass es sich tatsächlich um eine Viruserkrankung handelte. Dieses bis dahin völlig unbekannte und neuartige Virus sorgt insbesondere bei Nutztieren wie Schafen, Kühen oder auch Ziegen für eine Fiebererkrankung.

Schmallenberg Virus: Erreger Aedes Vexans

Schmallenberg Virus: Erreger Aedes Vexans

Beschränkte sich das “Schmallenberg-Virus” anfangs auf einige wenige Höfe, breitete es sich schnell aus: Mittlerweile wurde die Viruserkrankung auf 240 verschiedenen Bauernhöfen in 11 Bundesländern zweifelsfrei nachgewiesen. (Stand: Februar 2012)

Verwandt ist das Schmallenberg-Virus mit dem Akabane-Virus, welches aus der Gattung des Orthobunyavirus stammt und Ziegen, Schafe sowie Kühe befällt. Übertragen wird die Krankheit hauptsächlich von Stech- sowie Bartmücken. Diese ernähren sich vom Blut der Tiere und geben den Erreger auf diesem Wege weiter – von einem Tier zum nächsten.

  • Wie auch das Schmallenberg-Virus verursacht Akabane fiebrige Erkrankungen, die bei gesunden Tieren meist problemlos wieder ausklingen. Bei trächtigen Tieren kann das Virus jedoch über die Placenta auf den Fötus übergreifen, wo es schwere Missbildungen und Störungen des Nervensystems auslöst.
  • Vom Schmallenberg-Virus sind derzeit hauptsächlich Schafe betroffen. Deren Lämmer zeigen vermehrt Missbildungen und Störungen, was auf einen Befall mit den Viren im Sommer/Herbst 2011 hindeutet.
  • Für Menschen ist das Virus scheinbar ungefährlich. Zumindest der weiter oben genannte Verwandte, das Akabane Virus greift nicht auf den Menschen über – keine solchen Fälle sind bisher bekannt geworden.

Wie das Schmallenberg-Virus seinen Weg in deutsche und niederländische Ställe fand, ist derzeit noch völlig unklar. Zwar handelt es sich um einen Verwandten des Akabane Virus, stellt jedoch eine neue Unterart dar, die folglich kaum erforscht ist. Benannt wurde es vorerst nach seinem Fundort.

Zukünftig werden wir auf dieser Seite interessante Medienberichte zum Thema vorstellen. Schauen Sie also bald wieder vorbei.

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