Schmallenberg-Virus Schleswig Holstein

Das Schmallenberg-Virus wurde nun auch in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Einer Pressemitteilung der Landesregierung Schleswig-Holstein nach sind insgesamt 75 Tierhaltungen betroffen, in denen das Virus zweifelsfrei nachgewiesen wurde.

Demnach sind laut “Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume” insgesamt 73 Schafzüchter sowie 2 Rinderhöfe in Schleswig-Holstein betroffen.

Auch die Gesamtzahl der betroffenen Betriebe hat sich stark erhöht. Mittlerweile sind etwa bei 550 verschiedene Betrieben Viruserreger des Schmallenberg-Virus festgestellt worden:

  • In 17 Rinderhaltungen,
  • 21 Ziegenhaltungen
  • und bei 512 Schafhaltern ist das Schmallenberg-Virus nachgewiesen worden.

Züchter und Tierhalter sind dazu aufgerufen, jegliche Verdachtsfälle umgehend zu melden. Das jeweils zuständige Amt für Veterinärwesen leitet die entsprechenden Massnahmen sofort ein.

Warum taucht das Schmallenberg-Virus in Schleswig-Holstein im Winter auf?

Da sich das Virus hauptsächlich über Insektenstiche überträgt und die übertragenden Stechmücken der winterlichen Witterung entsprechend kaum bis garnicht anzutreffen sind, stellt sich manchen Beobachtern die Frage, wieso sich gerade im Winter die Anzahl der nachgewiesenen Fälle so stark erhöht.

Die Antwort ist relativ einfach gegeben: Da das Schmallenberg-Virus am erwachsenen Tier nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen ist und sich hauptsächlich auf schwangere Tiere negativ auswirkt, fallen viele Krankheitsfälle erst bei der Geburt der Lämmer und Kälber auf. Denn das Virus tritt über die Placenta in den Fötus ein und sorgt hier für Missbildungen und Störungen im zentralen Nervensystem.

So sind also viele Tiere bereits im Herbst infiziert worden, die Krankheit macht sich jedoch erst jetzt an den Neugeborenen bemerkbar.

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